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Einladung zum Janes Walk “Welche Farbe hat die Schöneberger Insel?” Sa. 04. Mai
1. Mai 2013, 11:17
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Das Spaziergangslabel „mikromakrowelt“ läd euch herzlich zum zum diesjährigen Jane`s Walk am kommenden Samstag den 4. Mai ein. Thema ist dieses mal Welche Farbe hat die Schöneberger Insel?”

Gemeinsam sollen Fragen wie: Können Kieze Farben haben? Und wenn ja, wie materialisieren sie sich? Welche Farbe hat ein Kiez, wenn wir die visuellen Eindrücke außer Acht lassen und uns auf die gehörte, gerochene oder gefühlte Farbe konzentrieren? Lassen sich Stadträume farblich verstehen und folglich auch farblich darstellen? Welche Funktionen übernehmen Farben dann und wie wirken diese Farben, wenn wir die visuellen Eindrücke mit den empfundenen Farben in Relation setzen? Bekommen Farben an Gebäuden, die Farbe der Infrastrukturen und Verkehrsmittel, farbig beleuchtete Häuser und Plätze eine neue Bedeutung? Werden wir durch Farben beeinflusst?

die farben oranienburgs

„Das Buch „Welche Farbe hat Berlin“ von David Wagner hat uns inspiriert unsere Stadtwahrnehmung auf die Frage nach der Farbigkeit der Stadt zu fokussieren. Diese Inspiration wollen wir auf dem Spaziergang mit euch teilen.

Treffpunkt und Uhrzeit: 04.05.2013 um 14:00 am nördlichen Brückengeländer der Julius-Leber-Brücke, nahe der Eisdiele. Der Spaziergang soll pünktlich beginnen, deshalb bitte auch pünktlich erscheinen. Dauer ca. 3 Stunden. Am Ende des Spaziergangs ist eine Einkehr geplant, um das erlebte zu reflektieren.

Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos, es wäre jedoch schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Materialien geben könnte.

Alle weiteren Informationen findet Ihr unter www.mikromakrowelt.de und www.janeswalk.net



30. september 2010
30. September 2012, 23:57
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trotz allem, was zwischenzeitlich passiert ist, trotz der befriedung und des politischen wechsels, trotz oder gerade deswegen sollte nie vergessen werden, welche bedeutung der 30. september 2010 für die demokratie, zumindest in baden-württemberg bedeutet hat und noch bedeutet.



frohes fest aber keine stille nacht
24. Dezember 2011, 08:00
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für die, die es feiern ein schönes weihnachtsfest, für alle anderen eine schöne wintersonnenwende. für alle das wundervolle video „wandering star“ von portishead:



über romantik, revolution und gedenken
4. September 2011, 10:53
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am 11. september diesen jahres jährt sich der anschlag auf die twin towers des world trade center in new york zum 10. mal. unvorstellbar, was dieser anschlag ausgelöst hat, wie sich die welt, fast gleich einer zeitenwende, in vorher und nachher teilt. unvorstellbar für uns, was das für die menschen der vereinigten staaten von amerika ausmachte und welche wunde bis heute noch sichtbar und spürbar ist: an beinahe jedem feuerwehrmagazin manhattans eine gedenktafel für die kollegen, die im kampf gegen die zeit in den trümmern geblieben sind. als ich letzten monat in new york war traten die bauarbeiter, die an der neubebauung von ground zero beteiligt sind in den streik, aber nur für das hochhaus, am memorial haben sie trotz der miserablen bezahlung und der schlechten bedingungen auf dem bau versprochen weiter zu bauen, und wenn es tag und nacht in anspruch nimmt, damit das memorial pünktlich am 12. september eröffnet werden kann. einen tag später, um der brisanz des ereignisses, der sprachlosigkeit, der gewalt des vortages vor 10 jahren zu gedenken und den vielen unsinnigen opfern, nicht dem ereignis selbst.

dieser feiertag überschneidet sich in deutschland mit dem jählich stattfindenden „tag des offenen denkmals“. ebenfalls am 11. september öffnen landesweit an die 7500 teils private oder übers jahr verschlossene denkmale ihre tore und laden zur besichtigung mit fachkundiger begleitung ein. diesjähriges thema ist „romantik, realismus, revolution – das 19. jahrhundert“ und verspricht spannend zu werden, das 19. jahrhundert ist schließlich die zeit, in der große technische wie gesellschaftliche umbrüche und revolutionen in deutschland passiert sind und im großen stil in der baulichen struktur sichtbar wurden.

sicherlich ist dieser tag ein tag der zum müßiggang einlädt, so soll es auch sein, doch vergesst nicht einen gedanken an unsere amerikanischen freunde zu schicken und einen moment an die welt vor 9 11 zu denken.



stuttgart 21 ist überall oder wie steht es um die res publika?
23. Juni 2011, 17:51
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was ist los mit der res publika, was machen die bürger, wie positioniert sich die planung und nachgelagert der staat? nachdem das projekt stuttgart 21 fakten schafft und das volk auf einmal nicht nur alle 4 jahre in form von prozenten und sitzverteilungen sichtbar wird, sondern dauerhaft gefragt werden und mitbestimmen will entdecken alle die bürgerinnen und bürger als akteure der stadtentwicklung. für aufmerksame planer ist das nicht wirklich neu, im gegenteil, es scheint, als wenn jetzt unter anderen vorzeichen das jahrzehntelange bürgerschaftliche engagement endlich zu gebührenden ehren kommt.

sei`s drum, das große potential des protests gegen stuttgart 21 ist ja von anfang an nicht die verhinderung eines bahnhofs, sondern das wachrütteln der entscheider gewesen, die, was sich über jahrzehnte eingeschlichen hat, allerortens solche projekte nur noch, luhmann lässt grüßen, durchregiert haben.

jetzt bin ich etwas vom thema abgekommen, es sollte ja eigentlich um eine tagung gehen, die am 7. juli in aachen stattfindet.

abb.: pt rwth aachen

„res publica? bürgerinnen und bürger als akteure der stadtentwicklung: rollen, interde-pendenzen, kulturen“ der wohlklingende und vielversprechende titel der veranstaltung des lehrstuhl für planungstheorie und stadtentwicklung, unter der leitung von univ. prof. dr. ing. klaus selle.  aus der ankündigung: „Auf die Frage »Wer entwickelt die Stadt?« gibt es eine einfache Antwort. Sie lautet: Alle. Alle Menschen einer Stadt wirken – auf verschiedene Weise und mit sehr unterschiedlichem Gewicht – an der Entwicklung der Städte mit. Sie sind 1. der »Souverän« – und nehmen nicht nur mit Wahlentscheidungen Einfluss auf die politische Gemeindeentwicklung; 2. Planungsbeteiligte und -betroffene – und können zur Bereicherung, aber auch zu Blockaden kommunaler Entwicklungs-vorhaben und Pläne beitragen; 3. Marktakteure – und geben in großer Zahl mit der Wahl des Wohnstandortes, mit ihrem Freizeit- und Konsumverhalten oder als Einzelne mit Investitionen in Immobilien oder Unternehmen wesentliche Impulse; 4. Engagierte – und prägen mit kulturellen, sozialen und zahlreichen anderen Aktivitäten ganz wesentlich die Lebensqualität der Städte. Wer heute also Stadtentwicklung verstehen und gestalten will, muss die Bürgerinnen und Bürger in dieser Rollenvielfalt wahrnehmen und als Kooperanden einbeziehen. Ob und wie auf diese Weise der alten Vision der europäischen Stadt als »gemeinsame Angelegenheit« ihrer Bewohnerschaft, als »res publica« näher zu kommen ist, soll während dieser Tagung erörtert werden.“

mir klingt das eher nach planungsromantik und ich wäre auch in ernste zweifel geraten, wenn das podium nicht so seriös besetzt wäre: Uwe Altrock, Irene Armbruster, Tobias Bäcker, Werner T. Bauer, Yvette Bödeker, Joachim Boll, Andrea Frenzel-Heiduk, Christine Grüger, Elke Holzrichter, Konrad Hummel, Michael Isselmann, Frank Jost, Tülin Kabis-Staubach, Norbert Käthler, Marion Klemme, Dirk Kron, Norbert Nähr, Nassim Navvabi, Simone Neddermann, Klaus Selle, Rainer Staubach, Kunibert Wachten, Hannes Wezel und viele andere.

aber hier wieder genau das, was mich an solchen veranstaltungen wirklich nervt: es wird wieder über und nicht mit den betroffenen, den bürgerinnen und bürgern gesprochen „Die Veranstaltung richtet sich an Praktiker und Wissenschaftler aus allen beteiligten Handlungs- und Forschungsfeldern.“ zumal hier auch mal eine diskussion angefacht werden könnte, warum denn immer nur bürgerinnen und bürger betroffen sein dürfen. was ist denn mit all den nicht-bürgerinnen und nicht-bürgern? was mit den unsichtbaren, die auch zur stimmabgabe nicht auftauchen, da sie gernicht darum gebeten werden?

ok, ich nörgel zu viel, prof. selle möge mir meine desillusionierte weltsicht im bezug auf die derzeitige uninspirierte diskussion um eine neue beteiligungskultur verzeihen. im kern ist es gut über neue formen der beteiligung zu sprechen, wobei vielleicht nicht die form das entscheidende ist, sondern antworten auf die banalen fragen nach dem wie beteiligen, an was, mit welcher wirkung? vielleicht mehr bewirken könnten als die gängigen heititeiti-methoden des leute-beschäftigens, was dann am ende häufig mit beteiligung verwechselt wird.

weitere infos über die tagung hier über das format der offenen bürgerbeteiligung bei stuttgart 21 hier und refresh über die stufen der beteiligung hier



motorcity lässt den benz zu hause und läuft
17. Juni 2011, 14:20
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unfassbar – laufen, in stuttgart, unfassbar. aber laufen in stuttgart geht auch und ist zudem wunderschön, wie u.a. der tolle podcast von roland weber „soundseeing stuttgart“ beweist. ich denke nicht nur dem exil-württemberger, der ich nunmal bin, öffnet ein wöchentlicher gruß in die enklave das herz.

neuerdings gehen die stuttgarter freunde noch einen schritt weiter und haben dem flanieren ein ganzes festival gewidmet: das flanierie-festival „street stories“. und zur unterstützung haben sie sich keinen geringeren geholt, als bertram weißhaar vom atelier latent aus leipzig, den sicher passioniertesten spaziergänger der republik.

aus der ankündigung: „Über 20 Veranstaltungen ein Wochenende lang an drei verschiedenen Orten inmitten der Stadt: Ausstellungen, Lesungen, Stadtspaziergänge und Gesprächspodien am Charlottenplatz, in der Bandstraße/nahe des Rathauses und entlang der Tübinger Straße.“

abb.: auch in stuttgart gibt es streetart zu entdecken! photo: kmd

„Als Flaneure erobern wir die Straßen Stuttgarts!“ bleibt nur noch zu sagen: viel vergnügen, viele schöne einblicke und viel erfolg. und nächstes jahr bitte mit metatstadt.

das programm findet ihr hier, hier das atelier latent, hier einen artikel über ein neues talk-format von bertram weißhaar und hier metastadt, das stadtstadtstadt-hauseigene labor für laufende stadtforschung.



nachlese blogging the city
14. Mai 2011, 15:40
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am donnerstag war die erste konferenz zu stadt- bzw. architekturbezogenen blogs – blogging the city. ausgerichtet wurde die veranstaltung von urbanophil in kooperation mit architekturvideo. von 10:30h bis in den frühen abend gab es verschiedene sessions, die jeweils einen speziellen aspekt des bloggens beleuchteten. zudem konnten sich blogs (wie zb. auch stadtstadtstadt) vorstellen und einige wissenschaftler der universitäten kaiserslautern, weimar und hamburg gaben einblick in universitäre projekte, die die neuen medien nutzen, um die potentiale für die stadtentwicklung auszuloten.

blogging the city war eine unglaublich gut organisierte veranstaltung, zu der viele interessierte menschen aus allen sparten der planung und architektur kamen. der vielleicht interessanteste aspekt dabei war, dass die menschen, die hinter den bekannten blogs stehen und diese betreiben, vor ort waren und für gespräche zu verfügung standen. so konnte sich zum einen das netzwerk kennenlernen, aber auch interessierte besucher/innen ihre fragen stellen.

gerüchten zu folge soll es mit der konferenz weitergehen, auf der webseite wird zumindest filmmaterial und eine konferenz-doku angekündigt. weitere informationen sind dort auch einzusehen. stadtstadtstadt hofft auf btc 2012 und bringt sich gerne wieder ein.