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themenwoche die virtuelle stadt – the city and you
15. August 2011, 06:05
Filed under: themenwoche

die möglichkeiten sich einer stadt zu nähern sind sehr vielseitig und durch das angebot an medien und medienzugängen schier unüberschaubar. viele reisende nutzen mittlerweile selbstverständlich internetresourcen, um die wichtigsten anhaltspunkte einer reise in eine stadt und deren sehenswürdigkeiten schon im vorfeld zu ergründen: google earth wird für die umfeldbetrachtung um die herberge eingesetzt, google streetview für den nachbarschaftsscan auf straßenniveau, navigationssysteme für die anreise und den weg bis ins hotel, und interaktive karten auf smartphones, um durch die stadt von sehenswürdigkeit zu sehenswürdigkeit geleitet zu werden. dazwischen ein von soundso vielen usern des internets „geliketen“ kaffeehausbesuch. auch beim finden von museen oder restaurants hilft der user-„swarm“ der sich über zugriffs- und ratingdaten ein scheinbar präzises bild von guten und schlechten orten generiert.

abends werden in internet-foren und über soziale netzwerke, wie z.b. facebook die insidertipps der stadt recherchiert bzw. erfragt und die rückreise zum hotel über das nahverkehrs-app geplant, das die verkehrsverbunde mittlerweile für jede größere stadt anbieten. historische stadtschichten werden über „augmentet reality-tools“ sichtbar und für die innenstadt-tour kann die entsprechende „app“ heruntergeladen werden, sodass für das sightseeing kein tourbus, kein stadtführer und keine gruppe von mitreisenden benötigt wird, die sich und die einzelnen der gruppe sofort als touristen zu erkennen geben.

photos, videos, texte, reiserinnerungen und postkarten werden über das internet verschickt bzw. über einen flickr-account für die bilder, youtube- oder vimeo-zugang für die videos, weblogs für texte und der gleichen mehr ins globale gehirn des internets gespeichert und so über die globale zugriffsmöglichkeit „gespreadet“. durch dieses webbasierte zurückspeisen von informationen, teilnehmen an foren und befragungen, aber auch durch das „posten“ der subjektiven erfahrungen mit und in der besuchten stadt nimmt der einzelne user gleichzeitig am kollektiven gedächtnis der stadt teil und prägt deren bild, das andere, die sich dieser medien bedienen von der stadt haben werden.

doch nicht nur für reisen spielt das web 2.0 und geo-basierte services eine rolle. die virtuelle stadt und die kommunikation zwischen „user“ und städtischen services haben gerade auf ganz vielen ebenen konjunktur. der sich ständig vergrößernde gemeinde der smartphone-nutzer werden kommunikationsmöglichkeiten von bisher ungeahntem ausmaß eröffnet. the city and you, it`s all about communication.

ich möchte hier in den nächsten tagen drei beispiele neuerer zeit vorstellen, die sich mit dem thema der virtuellen stadt auseinandersetzen. der erste teil „blogging the city“ wird morgen veröffentlicht. der zweite, über die ausgabe 190 der stadtbauwelt zum thema „virtuelle stadt“ am mittwoch. teil drei, über die ausstellung „talk to me“ im new yorker moma kommt am donnerstag und am freitag dann das künstlerkollektiv urban units. falls ihr einen tipp habt schickt den gerne, dann schreibe ich noch eine liste der hinweise.

die in diesem artikel blau unterlegten begriffe sind in einem glossar unter diesem link beschrieben.

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