stadtstadtstadt


too much information
12. März 2010, 20:47
Filed under: stadt

momentan sind so viele interessante veranstaltungen, dass wir vor informations-überflutung nicht mehr zum rekapitulieren kommen. das hat etwas für sich, ist aber ungeschickt, wenn ein blog auf futter wartet. darum heute zumindest ein kleines unausgereiftes lesezeichen aus der think-o-sphere.

am nachmittag hat im aedes am pfefferberg eine wunderbare veranstaltung stattgefunden, an der regula lüscher teilnahm, da ein film vorabaufgeführt wurde, in dem es um stadtentwicklung in berlin ging. die autorinnen des films DENK MAL BERLIN – wer baut die stadt? haben frau lüscher seit dem beginn ihrer arbeit in berlin (immerhin schon drei jahre, in denen sie weitaus weniger unangenehm aufgefallen ist wie ihr vorgänger – wie hieß der noch?) begleitet haben. herausgeommen ein schönes portrait der arbeit von planern, die die permanenten umbrüche gesellschaftlicher und wirtschaftlicher art  kompensieren müssen („stadtplanung hat auch höhen und tiefen“ rl) und dem modernen berlin, das bisweilen etwas ausgeliefert scheint ob der ansprüche von volk und herrscher diener. frau lüscher, wie immer wortgewandt und mit leichtem hang zu slow motion, was sicher manches mal zu guten ansätzen führt, konnte jedoch nicht allenthalben überzeugen. vor allem nicht im bezug auf den widerspruch zwischen schneller und bürgernahen nutzung des tempelhofer feldes und dessen verteidigung im letzten sommer durch eben diese nahen bürger, die ihr feld im positivsten sinne besetzen wollten. diese gedanken sind noch nicht zu ende gedacht und müssen unbedingt nochmal aufgegriffen werden, zumal immer noch nicht klar ist, was frau lüscher genau meint, wenn sie von „öffentlichem raum“ spricht.

später am abend, in einer ansprache zur eröffnung der aktuell laufenden ausstellung „ein neuer platz am brandenburger tor“ von zvi hecker brachte werner sewing viele dieser  fragen nochmal auf tableau und stellte auch einige neue. zusammen mit der forderng nach einem öffentlichen raum für die berliner und der kritik an bestehenden plätzen, die letztlich keine plätze sind (potsdamer platz et al.) verlieh er der forderung nach eben diesem neuen platz das nötige gewicht.

zvi hecker formuliert in seiner, nennen wir es mal vision, zur entwicklung der fläche unmittelbar westlich brandenburger tors zwar etwas, das an das konzept der avus mit shared space prinzipien erinnert, doch die entwürfe gehen darüber hinaus. sie kämpfen bisweilen mit sich selbst und generieren am ende „einfach“ einen platz. diese schlichtheit ist mut und große schule zugleich – fast schon subversiv. bleibt zu hoffen, dass, wenn dieser entwurf je zur realisierung gelangt, es „einfach“ ein platz bleibt.

bleiben am ende schlicht die fragen: berlin, wo bist du; berlin, was willst du, berlin, wo willst du hin und wie können wir dich begleiten…?!?

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