stadtstadtstadt


be frei, be fläche, be berlin
Dezember 17, 2009, 12:37
Gespeichert unter: zukunft

berlin will also noch eine freifläche mehr. ein großer luxus in premiumlage historische mitte.

eine debatte macht seit tagen die runde, die angestossen vom regierenden bürgermeister klaus wowereit nun an einem punkt angekommen ist, an dem zwei grundsätzliche fragen gegenüber stehen: was macht urbanität aus und wieviel davon will bzw. kann sich berlin überhaupt leisten. wo die eine fraktion gestern mehr oder weniger zeitgemäße und attraktive vorschläge vorgestellt hat, denkt die andere über nachverdichtung und zwangsintegration des historischen erbes nach.

regula lüscher, die mit den fünf vorschlägen zur künftigen gestalt des marx-engels-forums und der angrenzenden flächen des rathausforums für eine dritte lösung im streit um ’so lassen wie es ist’ und ‘komplett bebauen’ werben will, entdeckt als bislang letzte dieses jahr die bürger und die öffentlichkeit. die entwürfe jedoch sind ein auf und ab zwischen wühlen in den annalen der stadt und historischer chance durch visionäre entwürfe (ist etwas anderes als vision!) etwas für berlin gänzlich neues zu machen.

prompt melden sich die alten herren der baukultur zu wort, die unterstützt von ihren planergroupies (gibt es sowas?) mit dem wertvollen historischen berliner grundriss um die ecke kommen, und behaupten, dass man diese 1930-er-romantik einer solchen fläche auch heute wieder abringen könnte.

was soll dieser latent rückwärtsgewandte blick in der planung? werfen wir unsere anker nur noch in die vergangenheit? fällt uns selbst nichts mehr ein, wie unsere zukunft zu gestalten sei, als dass wir nur noch alten krempel rekonstruieren? sind wir schon da angekommen, dass dieser vorauseilende neopostkonservatismus unser gesamtes denken lahmlegt?

das schloss in seiner ausgestaltung ist schon ein großes opfer an die zukunftsfähigkeit unserer gedanken und visionen, doch mit einem solchen treppenwitz der geschichte sollten wir das kapitel neues-nach-altem-muster-rekonstruieren-um-auf-nummer-sicher-zu-gehen endlich abschließen. allen unkenrufen zum trotz, kritische rekonstruktion ist mittlerweile auch eine idee von gestern.

et voila – die diskussion ist eröffnet…

presseecho tagesspiegel I morgenpost I taz I berliner zeitung

ergänzend dazu kam heute eine mail über den landesverteiler, in der fr. staatssekretärin kisseler einige interessante gedanken äußert: berlin.de einzig macht mir sorgen, dass auch sie von visionen spricht.



wo kommen die personen her?
Dezember 14, 2009, 10:44
Gespeichert unter: metalayer

der erste band der groß angelegten forschung zu familiennamen und deren ausbreitung ist soeben vorgelegt worden. der deutsche familiennamenatlas (DFA) wurde von wissenschaftlern der universitäten freiburg und mainz, unter nutzung der digitalen telefonanschlussdaten erstellt.

auf 363 karten werden die verbreitung von namen und namengruppen gezeigt und im kommentar über herkunft und bedeutung der namen, sowie über verbreitung von varianten und historische schreibweisen informiert. interessant ist hierbei besonders die ableitung und verbreitung von sogenannten „familiennamen nach der herkunft“, die auf einen konkreten ort hinweisen (z.B. meissner / meixner) und „familiennamen nach der wohnstätte (z.B. gruber / kuhlmann).

das projekt läuft seit 2005 und wird von der deutschen forschungsgemeinschaft gefördert.

hinweis und zitate von II weitere infos unter II musterkarte



das hippste lebkuchenhaus des ganzen blocks…
Dezember 9, 2009, 5:16
Gespeichert unter: stil

es weihnachtet sehr und selbst architekten sind so ergriffen, dass sie die moderne vergessen und dekorieren, was das zeug hält. es gibt ja so einige weihnachtssüßwaren-wettbewerbe (siehe zimtstern-wettbewerb etc.), jedoch der bauplan für das „draft house“ des hometta-kollektivs steckt alle in die tasche. und hometta setzt noch einen drauf, wenn ihr eine hometta-membership zeichnet, könnt ihr ein draft-kit gewinnen, worin alle baustoffe enthalten sind. also, schnell plan runterladen und ran an die kekse.

abb. von der hometta webseite info von arch daily



Stadt:Pilot 2.0 erschienen
Dezember 7, 2009, 11:46
Gespeichert unter: stadt

Im Magazin Stadt:Pilot werden regelmäßig Berichte über Pilotprojekte in der innovativen Stadtentwicklung herausgegeben und Interviews zur Diskussion neuer Ansätze publiziert. Einige besondere Projekte werden in diesen Tagen abgeschlossen, so will diese Ausgabe auch gleichzeitig resumieren, in wie fern die beteiligten Städte mittels der durchgeführten Maßnahmen die angestrebten Ziele erreichen konnten.

Das Heft kann kostenfrei im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) angefordert werden: nationale-stadtentwicklungspolitik@bbr.bund.de

Weitere Infos unter



samstagspost#6 – on the set
Dezember 5, 2009, 5:14
Gespeichert unter: samstagspost

„on the set“ ist ein flickr-stream, welcher von charles brogdon betrieben wird. schon von klein auf faszinierten ihn besuche in hollywood und die touren durch die studios und kulissen seiner lieblingssendungen. da fotografieren in den studios verboten war, begann er nach und nach die kulissen zu kause nachzubauen. auf basis von legosteinen ist mittlerweile eine ganze sammlung von studio-szenen entstanden. wir lieben diese photos und diese künstliche stadt en miniature.

dieses photo des studios von roseanne und viele weitere sind zu finden unter on the set.

fun for you und einen zartbitteren zweiten advent.



bücher kaufen für den guten zweck
November 26, 2009, 11:53
Gespeichert unter: bunter hund

am kommenden samstag findet im berliner tierheim eine tolle aktion statt. im tierheim-antiquariat werden tausende bücher für jeweils zwei euro abgegeben. mit dem erlös wird das tierheim unterstützt. die bücher kommen von der papierbank, einer cleveren recycling-initiative, bei der man mit wertstoffen geld verdienen kann.

weitere infos: artikel über buchverkauf II tierheim berlin II papierbank



vom trainspotting zum kuh-watching
November 25, 2009, 3:01
Gespeichert unter: wettbewerbe

eines unserer lieblingsthemen ist die urbane landwirtschaft. aus brachflächen werden gärten oder auch ackerflächen oder weiden, auf denen lebensmittel gedeihen oder, wie im folgenden beispiel, auch kühe grasen. das vom baumarktriesen horn**** (wie passend) finanzierte „wahnwitzige projekt“ findet nun zwischen dem 27. und 29. november auf einer baulücke im prenzlauer berg statt. neben allerlei aktionen wird auch leckere milch verkostet, sodass das sinnliche an urbanem landwirtschaften nicht zu kurz kommt.

die grafiken sind der webseite des projekts entnommen, wo auch weitere infos und der standort zu finden sind. stadtstadtstadt sagt muh!



samstagspost#5 urban sketchers
November 21, 2009, 5:03
Gespeichert unter: samstagspost

wer zeichnet sieht mehr!

urban sketchers ist ein netzwerk von zeichnern, die städte und stadträumliche situationen rund um den globus skizzieren.  der dazu gehörige blog versammelt zeichungen, die unter berücksichtigung des gemeinsamen „manifesto“ entstanden sind. um das städtebauliche auge zu schulen empfehlen wir mindestens diesen blog regelmäßig zu durchstöbern; mehr noch, raus ins „feld“ zu gehen und vor ort zu zeichnen.

abb.: wandle park in colliers wood by sharon smart



sonntagspost#3 museum brandhorst
November 16, 2009, 5:11
Gespeichert unter: sonntagspost

münchen hat ein neues wahrzeichen. so zumindest meinen wir. das museum brandhorst, welches von sauerbruch hutton entworfen wurde, ist ein gebäude, das der kunst die darin gezeigt wird den platz lässt, den sie braucht.

ein eigens für cy twombly konzipierter raum, einige ruhebereiche, die eingangszone etc. unterstreichen den kühnen charme, der diesem gebäude die wahre schönheit verleiht. die aussenfassade ist ein unglaubliches farbenspiel aus 36.000 keramikstäben. wer in münchen zu besuch ist sollte sich dieses gebäude unbedingt ansehen.

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abb.: von der webseite des museums



samstagspost#4 copenhagen cycle chic
November 14, 2009, 7:25
Gespeichert unter: samstagspost

die heutige blog-empfehlung ist ein blog, den ein freund aus kopenhagen betreibt -> copenhagen cycle chic. der inhalt denkbar einfach, menschen, die fahrrad fahren und dabei stylish ausshen. mikael colville-anderson, der betreiber und initiator einiger fahrrad-spezifischer plattformen in und für kopenhagen, streift mit seiner kamera durch die stadt und nimmt eine menge interessanter menschen auf. an den blog ist ein kleines modelabel angeschlossen, welches schöne sachen für fahrradliebhaber und vor allem die fahrradbesessenen kopenhagener produziert.

ccc

abb.: copenhagen cycle chic